
Hilft die Abnehmspritze bei MCAS?
Dr. Aschenbrenner ist Co-Autorin der Studie „Utility of glucagon-like-peptide-1-receptor agonists in mast cell activation syndrome“ veröffentlicht in „The American Journal of the Medical Sciences“
Ich möchte mit den nächsten beiden Blog-Artikeln auf das Krankheitsbild ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/ Chronisches Fatigue Syndrom) aufmerksam machen. Im ersten Beitrag berichte ich von meinen Erfahrungen mit Patienten und im zweiten Artikel werde ich erklären, was ME/CFS ist, welche Ursachen und Therapiemöglichkeiten es gibt.
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Multisystem-Erkrankung. Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS gibt an, dass in Deutschland ca. 250.000 Menschen, darunter 40.000 Kinder, betroffen sind. Weltweit sind es 17 Millionen.
Ich betreue seit Jahren Patienten mit diesen Krankheitsbildern. Dadurch habe ich sehr viel gelernt. Anfangs hätte ich mir nicht vorstellen können, was für furchtbare, ja sogar tödliche, Erkrankungen das sind. Zudem gibt es aufgrund fehlender/ verpasster Forschung bisher leider kaum therapeutische Möglichkeiten.
Besonders schlimm ist, dass Menschen mit ME/CFS häufig von ihren Mitmenschen und auch Ärzten stigmatisiert werden. „Nun hab’ dich doch nicht so’“, „Du musst dich nur ein bisschen anstrengen!“, „Das sind psychiatrische/ psychosomatische Erkrankungen.“, „Du hast ein vorübergehendes Burnout.“. Alle diese Sätze sind im Zusammenhang mit ME/CFS komplett falsch.
Das Leiden für die Betroffenen wird dadurch unermesslich. Menschen mit ME/CFS haben keinen größeren Wunsch, als wieder am Leben teilzunehmen. Sie können es aber nicht, weil – je nach Schweregrad – jede kleinste Belastung, wie z. B. Zähne putzen, eine massive Verschlimmerung zur Folge haben kann.
Ich kenne Patienten aller Altersklassen. Menschen, die schon seit 40 Jahren damit leben müssen. Patienten im Rollstuhl. Andere, denen es innerhalb kürzester Zeit so schlecht geht, dass sie Bett und Wohnung nicht mehr verlassen können und bei denen das Sprechen von zwei Wörtern zum Kollaps/ Crash führen kann. Ich bin immer wieder erschüttert. Es gibt leider auch Patienten, die an/mit dieser Erkrankung versterben.
ME/CFS kann uns alle betreffen und in Zeiten der Corona-Pandemie erst recht. Nicht wenige, die Long Covid entwickeln, erkranken an ME/CFS. Es gibt bisher keine kausalen Therapieansätze, d. h. Therapien, die die Ursache(n) der Erkrankung bekämpfen. Das liegt unter anderem daran, dass es kaum Forschung zu diesem Krankheitsbild gibt und die Ursachen bisher unzureichend verstanden sind. Weiterhin höre ich immer wieder von meinen Patientinnen und Patienten, dass ME/CFS vielen Ärzten unbekannt ist.
Im zweiten Blog zu ME/CFS werde ich erklären, was ME/CFS ist, welche möglichen Ursachen bekannt sind und welche (supportiven) Therapiemöglichkeiten existieren.
Die Blog-Beiträge dienen der allgemeinen Weiterbildung und Information. Sie können und sollen in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Sie sollten daher die hier bereitgestellten Informationen nicht als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.
Wie können Sie Gesund-Werden? Wie Gesund-Bleiben? Die ganzheitliche Ärztin und Autorin Dr. med. Katja Aschenbrenner erzählt aus der Praxis über moderne Ganzheitsmedizin, Darmgesundheit, Hormone, Ayurveda und alles, was uns lebendig hält – für alle, die ihre Gesundheit verstehen und ihre Vitalität nachhaltig stärken wollen.
Ich bin Dr. med. Katja Aschenbrenner. Wenn niemand die Ursache findet, fängt meine Arbeit an. Ich helfe Menschen mit dauernder Erschöpfung, unklaren Beschwerden oder chronischen Krankheiten, mit ganzheitlicher und funktioneller Medizin.
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